Einen Text verfassen – Wie geht das?

von | Apr 27, 2016

Wir alle können Texten. Diese Worte stellen uns auf eine Ebene. Das ist nicht nur eine schöne Sache, sondern auch eine gute Möglichkeit, wie Du Menschen mit einbeziehen kannst. Denn um solche Tricks geht es in diesem Artikel.

Texten ist eine Kunst. Joseph Beuys hat gesagt, dass jeder Mensch ein Künstler ist. Deshalb kann auch jeder Texten. Es ist wie mit der Ästhetik, denn auch Texte werden sehr subjektiv wahrgenommen. Dennoch gibt es einige gute Ansätze, die Du zum Schreiben nutzen kannst.

Wir starten gerade unser Masterstudium in Weimar. Geile Stadt. Tolle Menschen. Super Uni und vor allem, super Kurse. Einer davon heißt „Abenteuerspielplatz Texten“. Genau das Richtige für uns und auch für Dich.

Denn das Gelernte schreiben wir hier gleich mal nieder. Somit bekommst Du super Tipps, wie Du Menschen mit Deinen Worten begeistern kannst.

Zurück zum Urschleim!

Die drei Grundkompetenzen für Kreativität.

 

Ja, so was soll es geben und irgendwie klingt das auch ganz schlüssig. Also los!

1. Der Träumer

 

Wer träumt, sprengt Grenzen und wer Grenzen sprengt, entdeckt Neues. Denkst Du den ganzen Tag nur an das Budget? Hast Du auch den ganzen Tag nur Grenzen im Kopf? So kann das ja nix werden. Kopf auf, los geht´s!

2. Der Realist

 

Träumen ist schön. Doch irgendwann musst Du die Dinge auch umsetzen. Dann ist der Realist in Dir gefragt. Dazu gehört auch, dass Du Ressourcen beschaffen und Andere begeistern kannst.

3. Der Kritiker

 

Ab und an solltest Du Dir die Frage stellen, ob das wirklich gut ist, was Du da machst. Erreichst Du damit jemanden? Macht das Sinn? Urteile fällen ist ein wichtiger Teil der Kreativität.

Erwecke diese drei Persönlichkeiten in Dir, dann klappt es auch mit der Kreativität.

Du willst einen Text verfassen? Schön, dass Du es bis hierher geschafft hast. Weiter gehts!

Einen guten Text verfassen!

Hier kommen die Tipps!

Authentisch sein

 

Du schreibst nicht für jedermann und nicht jeder wird das mögen, was Du schreibst. Es gibt auch Menschen, die nicht mögen, was wir schreiben. Doch das ist uns Wurscht. Denn wichtig ist, dass Du Dich nicht verbiegen lässt.

Es gibt Leser die Lieben Dich dafür, dass Du auch mal „Kacke“ schreibst oder auch mal Deinen Dialekt mit einbringst. Dat bist halt Du und dat is auch jut so. Deine Leser sollen den Absender zu spüren bekommen.

Also sei charmant und nutzte auch gern mal die Umgangssprache. Denn kein Mensch denkt so abgehoben, wie es die meisten Texte tun.

Inhalt – Content is King

 

Ok, das ist jetzt nichts Neues. Aber immer noch das Wichtigste von allen. „Ich schreibe, also denke ich.“ Dein Inhalt sollte Substanz haben.

Baue Vertrauen auf

 

Es wird Leser geben, die lesen gerne Deinen Mist, weil sie schon mal Deinen Mist gelesen haben und deinen Mist mögen. Kontinuität kann von Vorteil sein, muss sie aber nicht. Sollte hier aber mal angesprochen werden.

Da gibt es zum Beispiel diese Kneipe in Bremen. Die ist stadtbekannt für ihre Bartafeln. Die kreativen Kneipenbetreiber haben eben immer wieder einen lustigen Spruch auf Lager. Dieser zieht und lockt die Durstigen an.

Wortspiele und Wortwitze

 

Willi wills wissen! Ganz heiß im Kurs. „Warum findest Du die Werbung gut?“ „Naja, die is halt witzig.“

So sieht’s aus. Ein bisschen Witz hat noch niemanden geschadet. Wortwitze sind sehr beliebt und auch Alliterationen werden von den meisten Marketingmenschen gerne benutzt. Wie sagt man so schön: „Milch macht müde Männer munter.“

Was Humor ist und wie er funktioniert, das erfährst Du hier.

Schreibe so wie Du spricht

 

Das klingt jetzt irgendwie ganz einfach, ist es aber nicht. In der Schule ist uns das abtrainiert worden. Wir sollen doch schön verkopft schreiben. Doch leider wird es dann schön langweilig.

Deshalb stellen sich viele Schriftsteller ein Bild von einem Freund oder Bekannten auf den Tisch. Du sprichst dann einfach mit der Person. Das hilft Dir die richtigen Wörter zu finden und Sätze zu bilden.

Beim Text verfassen, bewusst machen Fehler

Wenn das doch nur immer bewusst passieren würde. Doch wer Fehler gut einsetzt, kann sehr gut Aufmerksamkeit erzeugen. Wir haben gelernt keine Fehler zu machen. Also entdecken wir sie meist. So kann sich eine Headline mal ordentlich in unsere Synapsen brennen.

Einen Text verfassen, der emotional ist

 

Hier ist mitfühlen angesagt. Sprich die Sinne an, benutze umschmeichelnde Adjektive, sei krass, extrem, drastisch, beschreibe was das Zeug hält. Nutze vergleichbare Situationen, um das Geschehen zu beschreiben.

Du kannst auch mal etwas in Klammern setzen (echt jetzt?). Das kommt dann rüber wie flüstern. Du sprichst Deinen Leser direkter an.

EMOTIONALE TEXTE SCHREIBEN – LASS DIE TRÄNEN DRÜSEN!

Dynamik heißt das Zauberwort

 

Doch wie kannst Du die erzeugen?

  1. Inhaltlich – Du kannst einen Spannungsbogen aufbauen, so kommt Drama in die Zeilen.
  2. Gestalterisch – Hier mal ein Wort Fett geschrieben, da mal nur ein Wort nur aus Versalien, ’ne menge Zeichen hat die Tastatur.
  3. Ultra langer Satz und dann wieder nur ein Wort.

Mach doch mal ne Pause!

 

Text verfassen, heißt auch Pausen verfassen. Das kann ein Punkt sein, ein Absatz, ein Gedankenstrich oder Du schreibst einfach: Pause, Pause, Pause, Pause, Pause, Pause, Pause, Pause, Pause, Pause, Pause, Pause, Pause, Pause, Pause, Pause, Pause.

(Dramatische Pause)

Du kannst auch einfach mal Buchstaben wegl…

Oder schreibe etwas, das völlig aus dem Rahmen fällt.

Wann hast Du das letzte Mal deine Mama angerufen?

Versteht Ihr was wir meinen?

Sprenge die Grenzen und lass den Träumer raus.

Du willst einen Text verfassen?

Dann brauchst Du Leidenschaft!

Mit der richtigen Attitude, der richtigen Haltung klappt das auch. Es ist wie in der Musik oder Malerei, denn auch da gibt es Dynamik, Emotion und Pausen. Also aufstehen, herumhüpfen, Kreislauf in Schwung bringen und loslegen.

Das kann auch mal in die Hose gehen. Jeder muss klein anfangen. Übung macht den Meister. Willst du noch ein paar Phrasen? Man darf auch mal was falsch machen. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Wer nichts macht, macht nichts falsch. Wir haben uns schon oft blamiert. Du kannst das auch. Wir sind für eine offene Fehlerkultur. Designer sollten das kennen. Denn Design heißt auch entwerfen und verwerfen.

Hat Dir das jetzt was gebracht?

 

So, kommen wir noch mal zurück zum Anfang. Du sollst Deinen Leser mit einbeziehen. Sprich mit den Menschen, nicht zu ihnen. Stell Deinem Leser doch mal eine Frage! Er kann zwar nicht darauf antworten, aber es fühlt sich trotzdem gut an.

Zum Beispiel:

Du bist jetzt schon so weit gekommen, dann kannst Du den Text jetzt auch bis zum Ende lesen. Weiter geht’s!

Eine Erzählung schreiben

Startest Du eine Erzählung, dann kannst Du natürlich einfach drauf los schreiben. Doch welche Möglichkeiten hast Du eigentlich? Wie kannst Du Deine Erzählung gestalten?

1. Das Thema wählen

2. Die Erzählperspektive

Wer erzählt? Was weiß der jenige?

  • Autoritäre Erzählperspektive

Der Allwissende, der über allem steht. Er kann auch in den Zeiten springen.

  • Personale Erzählperspektive

Du schlüpfst in verschiede Personen und Charaktere

  • Neutrale Erzähler

Vergleichbar mit Regieanweisung aus Dramen

  • Ich Erzähler

Möglich zu kombinieren mit den anderen drei Formen

3. Erzählhaltung – Tonalität

Was möchte ich auslösen?

  • Ironisch
  • Kritisch
  • Neutral
  • humor
  • ekel
  • Eindruck
  • Eleganz

4. Zeitgestaltung

Das Verhältnis zwischen der Erzähl-Zeit und der erzählten Zeit.

  • Zeitraffung

Im Zeitraffer, kurze Erzähl-Zeit, lange Wirklichkeit

  • Zeitdeckung

keine Verschiebung

  • Zeitdehnung

Lange Erzählzeit, kurze erzählte Zeit

Variere, sei verspielt und nutzt die Tools um Deinen Text eine frische Briese zu verpassen.

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6 Kommentare

  1. Jan

    Hi Jojo und Jezz,

    Ein sehr guter Artikel und tolle Tipps! Danke! Ich möchte einen Blog für meine Seite starten und sammle gerade Ideen für Artikel, da ist mir dieser Beitrag von euch gleich ins Auge gesprungen.

    Für mich der wertvollste Tipp ist die Idee, sich die Person vorzustellen und so zu schreiben, wie man zu ihr sprechen würde. „Normale“ Worte und ein Dialog statt einem Monolog. Das macht es auch viel einfacher anzufangen mit dem Schreiben.

    Hab mir euren Artikel gespeichert und werde sicher abundzu mal drauf schauen, wenn ich wieder vor einer weißen Seite sitze 😉
    Weiter so!
    Jan

    Antworten
    • Jojo und Jezz

      Sehr cool! Danke Jan.

      Das motiviert uns!

  2. René

    hallo Jojo und Jezz, vielen Dank für eure nützlichen Tipps zum kreativen schreiben. Sie haben mich schon nach den ersten Punkten dazu gebracht über meinen bisherigen Schreibstil nachzudenken.

    (Denkpause)

    Besonders den Ansatz sich eine bestimmte Person vorzustellen an die man seine Worte richtet finde ich sehr interessant. Das werde ich mir für die Zukunft merken. Und wenn ich es dann noch schaffe den Spannungsbogen bis zum Schluss aufrecht zu erhalten dann haben sich eure Tipps mehr als gelohnt. #RANDFARBENFETZT Grüße René

    Antworten
    • Jojo und Jezz

      Danke Rene,
      das geht runter wie Öl!

  3. Tanja

    Wow, tolle Tipps. Muss an einige meiner Texte ran und da hilft das jetzt richtig! Danke dafür.

    Antworten
  4. Celine @spellinggeek

    Ich mag den Gedanken, dass wir alle Texter sind. Dass wir alle die Kunst beherrschen können, ansprechende Texte zu verfassen. Sicherlich liegt es dem einen mehr im Blut als dem anderen. Aber da steckt so viel Technik mit drin und die kann man immer erlernen. Zum Beispiel durch eure Tipps, die man sich einfach immer wieder ins Gedächtnis rufen kann, um sich stilistisch weiterzuentwickeln. Danke dafür und Grüße nach Weimar (fast wäre ich da damals für meinen Bachelor auch gelandet)!

    Antworten

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