Zwischen Palmen und Arbeit – Ein exotischer Rückblick

von Jojo | Nov 26, 2014 | Bunte Brühe

Mit der Suche nach einem Thema für die Bachelorthesis begann unsere Reise

Bei dem stöbern nach neuer Musik, hatten wir Parra for Cuva entdeckt. Verträumte Musik die Sehnsüchte erweckt. Wir recherchierten ein wenig und fanden Kontakt auf Facebook. Kurzer Hand schrieben wir Ihn an und fragten, was er davon halten würde, wenn wir ein Musikvideo für Ihn produzieren. Zehn Minuten später war alles im Sack. Der Track „Unfold“ stand kurz vor der Veröffentlichung und so war dieser unsere Grundlage. Eine verträumte exotische Welt sollte entstehen. In unseren Köpfen kreiste schon länger ein Gedanke –unsere Thesis in Thailand. Nur eine Spinnerei, bis zu diesem Tag. Wollten wir doch nicht nur eine verträumte Welt erschaffen, sondern auch unsere Träume verwirklichen.

 

Eine Planung musste auf die Beine gestellt werden

Es braucht eine Story, Drehplan, Schnittplan, Flüge mussten gebucht werden, Impfungen nachgeholt, Visum beantragt, Equipment besorgt usw. Nicht so einfach, wenn man noch nicht mal die Drehorte kennt. Wir konnten uns nur ausmalen wie es sein würde.
Die geplante Geschichte handelte von einem kleinen Mädchen. Dank dem Hildesheimer Theater konnten wir schon kurze Zeit später die ersten Aufnahmen in Deutschland machen. Die Planung stand, wir waren zuversichtlich und sind voller Vorfreude in den Flieger gestiegen.

 

Ankunft Bangkok. Lärm, Dreck, Zwei kleine Rucksäcke, ein Koffer voller Equipment. 

Für die erste Woche in Bangkok hatter wir ein Hotel gebucht. Die Bilder im Internet waren viel versprechend. Wir waren guter Dinge hier unsere surreale Hotelszene drehen zu können. Nach dem dritten Tag und endlosen Versuchen gute Aufnahmen in die Kamera zu stopfen, war unsere Stimmung am Boden. Nichts hat so funktioniert wie wir es uns vorgestellt hatten.

Doch so schnell ließen wir uns nicht entmutigen. Ein neues Hotelzimmer musste her. Diesmal eine Nacht für fünfzig Euro. Da bekommt man in Bangkok schon puren Luxus. Ausserdem standen noch einige Anlaufpunkte auf unserer Liste. Der Papaya-Vintage-Shop mit verrückten alten Möbeln, das Erawan Museum mit einem riesigen Elefanten der drei Köpfe hat und ganz Bangkok ist sowieso eine Kulisse für sich. Doch leider bekamen wir nicht das vor die Linse, was wir uns erträumt hatten. Ein wenig Niedergeschlagen und mit dem Gedanken im Kopf unser Studium ein Semester später zu beenden, verließen wir Bangkok und machten uns auf den Weg, Richtung Süden.

Auf zu neuen Ufern

Wenn die Fähre an thailändischen Inseln anlegt, fällt es einen schon sehr schwer schlechte Laune zu haben. Die Vorstellung die nächsten zwei Monate hier zu verbringen, versüßt einem schon den Tag. Was gehört zu einer gelungenen Inselausrüstung? Ein Motorroller und ein Holzbungalow am Strand.
Wenn man seinen Tag in dieser Welt verbringt, kann man schon mal vergessen, warum man eigentlich hier ist. Aber der Gedanke an unseren Abschluss nagte natürlich in unserem Hinterkopf. Ich erinnerte mich an einen Ort, den ich Jezz umbedingt zeigen wollte. Als ich das erste Mal vor vier Jahren auf Koh Phangan war, bin ich durch Zufall darauf gestossen. Ein Resort das sehr versteckt an einer Bucht lag. Um dort hin zu gelangen, musste man mit einem Geländewagen ca. eine Stunde durch den Dschungel fahren und das auf unbefahrbaren Wegen. Der Geländewagen kam einmal am Tag zum Hafen, aber nur wenn es nicht regnete.
Wir fuhren also zum Hafen, um nach dem Dschungeltaxi zu fragen. Doch dort erklärte man uns, dass es dieses Resort nicht mehr gibt. Dieses Taxi gibt es nicht mehr und dieser Ort ist auch nicht mehr zu erreichen. Wir wollten nachhaken, doch wir wurden abgeblockt. Jetzt waren wir angefixt. Wie war das nochmal mit den Dingen, die man nicht haben darf?

 

Motorroller vollgetankt und Brote geschmiert

Auf in unser kleines Abenteuer. Wir fuhren soweit in den Dschungel wie es der Weg zu ließ, dann ging es zu Fuß weiter. Ich erinnerte mich an kleine Blumen aus Holz, die an Bäume genagelt wurden. Diese haben wir entdeckt, doch der Weg war kein Weg mehr. Wir mussten uns durch das Unterholz kämpfen. Wie bekloppte sind wir durch den Dschungel gelaufen. Wir bildeten uns ein, dass ein wenig Lärm und auf den Boden stampfen, die Schlangen und andere Tiere vertreiben würde. Zumindest half es gegen unsere Angst. Einige Holzblumen später erreichten wir die Bucht und der Anblick war atemberaubend. Ein verlassener Ort, zerfallene Bungalows, die Natur war dabei sich alles zurück zu holen. Ein Gefühl als würde man auf eine verlassene Insel gespült werden. In diesem Moment wurde uns klar, dass ist unsere Kulisse, dass wird unser Film und einer der schönsten Orte, die wir jemals entdecken durften.

 

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