easy-rider-tour-vietnam

Easy Rider Tour Vietnam – Von Dalat nach Nang Tran

Eine Erlebnis-Explosion. Nur positives ist uns zu Ohren gekommen, deshalb konnten wir nicht anders. Also uff sitze – ob geht´s.

Einfach durch Dalat laufen und hier und da nach den Easy-Rider-Touren fragen.  So sind wir schnell fündig geworden. Oder Du schnappst Dir einfach die Kontaktdaten, von den netten Herren die uns umsorgt haben. Diese findest Du am Ende des Artikels.

Die Tour kostet 70 Dollar pro Tag und pro Person. Klingt erstmal viel, ist es aber nicht. Die Unterkünfte sind gut und im Preis enthalten. Man bekommt viel geboten und wird umsorgt. Jeder Cent lohnt sich!

Wir starten die Tour mit Mariana, einer guten Freundin und Danny den Bruder von Jezz. Quan, Wu und Pok, unsere Easy-Rider haben uns direkt am Guesthouse abgeholt. Danny ist mit dem Motorradfahren vertraut, deshalb fährt er selbst.

easy-rider-vietnam-bikes

Kaffeeplantage

Überall wo es interessant ist, halten wir an. Erste Station: KAFFFFFEEEE! Das erste „und das letzte“ mal haben wir den berüchtigten Katzen-Kaffee gekostet. Geschmacklich nicht die Wucht, für uns etwas unverständlich, warum diese süßen Tiere dafür gequält werden. Eigentlich sind es keine richtigen Katzen, es sind Wiesel. Kleine scheue Tiere mit mega großen Kulleraugen.

Ein Espresso kostet 60.000 VND und 1 kg Wiesel-Kaffee kostet 100.000 VND. Einst war der Wiesel Kaffee nur den Königen vorbehalten und kostete 300 Dollar pro Kilo. Doch durch die zahlreichen Wiesel-Farmen sank der Preis enorm.

easy-rider-coffee

Die Seidenfabrik

Hier wird fleißig gesponnen. Du kannst die Arbeiterinnen beobachten, wie sie geschickt und in einer unglaublichen Geschwindigkeit die Seide von den Raupen trennten. Die Frauen sind Saison-Arbeiterinnen und werden pro kg bezahlt. Jede schafft ca. 5 bis 6 kg am Tag.

easy-rider-seidenfabrik-innen

Der Elefphant-Waterfall

Feuchtfröhlich. Ein steiler, abenteuerlicher Weg führt uns hinter den Wasserfall. Es ist eine ergreifende Naturgewalt. Die Wassermassen prasseln an uns vorbei und schreien uns wütend an. Es war bombastisch, gewaltig und es war vor allem nass. (Sehenswert! Nix wie hin da!)

easy-rider-watterfall-elephant
easy-rider-food

Essen alla Easy Rider

Diese lustigen und entspannten Zeitgenossen. Wenn wir anhalten wollten, um Baby Ferkel zu streicheln, dann taten sie es. An der Straße wuchs der Curry, also erklärt uns Quan erstmal ausführlich, dass der Curry ein natürlicher Lippenstift sei und schmiert  sich die roten Kerne an die Lippen.

Danach gab es ein deftiges Happa Happa. Alles was das Herz begehrt für 45.000 VND. Es wurde viel gelacht und die Bäuche wurden gefüllt. Wir wollten mehr erfahren. Wie läuft  das mit dem Aufnahmeritual, bei den original Dalat-Easy-Rider? Wie lang war die längste Tour und wie ist das Leben auf der Straße?

Es werden ganz professionell Interviews gehalten, in erster Linie geht es ums Vertrauen! Die besten, sympathischsten und ehrlichsten Fahrer werden ausgesucht. Denn es läuft alles über Empfehlungen. Wer Mist baut, fliegt raus. Quan macht den Job seit 25 Jahren. Seit zwei Jahren ist sein Sohn Wu mit dabei. Pok kann sich schon gar nicht mehr erinnern, wie das Leben vorher war.

Die längste Tour die Du Buchen kannst, dauert fast einen Monat. Du durchquerst dann ganz Vietnam, bis hoch in den Norden. Dein Easy-Rider muss diese Strecke ohne Dich auch wieder zurück fahren.

easy-rider-food-curry
easy-rider-food

H’mong und schwimmende Dörfer

Zurück auf unsere Bikes fahren wir weiter in die Berge. Als wir in einem einheimischen Dorf ankommen umringen uns erwartungsvoll viele kleine und größere Kinder. Vermutlich wissen Sie schon was auf sie zu kommt – Süßigkeiten!

Pok, der selber gerne mal nascht, hat mit uns zusammen zuvor Leckereien gekauft um sie jetzt zu verteilen. Die H’mong sind eines von circa 50 Urvölkern in Vietnam. Leider können wir mit niemanden reden, weil die Mutter der Kinder kein vietnamesisch kann oder sprechen will.

Wir lassen uns nicht lange aufhalten und machen uns weiter zum Markt. Dort bekommen wir ein Dutzend Passion-Fruits für 30000 VND das Kilo. (Wir sollten immer mit Pok einkaufen.)

Wir erreichen eine Brücke und vor uns liegt ein schwimmendes Dorf. Durch einen Stausee hat sich ein See gebildet, auf denen sich ca.100 Fischern angesiedelt haben. Vor sieben Jahren sind sie aus dem Mekong Delta hier her gezogen.

Langsam wird es dunkel, wir erreichen unsere letzte Station für heute. Unsere Übernachtungsmöglichkeit in Lak Lak. Es ist ein nettes Hotel. Wir essen mit unseren Easy-Rider. Es gibt Nudeln mit Rindfleisch. HamHamPhiPhiHamHam.

easy-rider-dorf
easy-rider-elefanten

Dörfer und Elefanten

Ausgelassen wird noch bis in die Nacht gequassel. Sie fragen uns, ob wir nicht Lust hätten, am nächsten Tag eine Elefanten-Trecking-Tour zu machen. Eigentlich hätten wir darauf verzichten können, aber wir haben öfter mal gelesen, dass man dies unterstützen kann, da die Tiere dann nicht im Dschungel Bäume schleppen müssen. Man sagt uns, wir würden nur den einheimischen Preis bezahlen. Nach langer Überlegung, willigten wir schließlich ein.

Der Wecker klingelt 7:30 denn um 8:00 gibt es Frühstück. Pok hat zu unserer Überraschung jedem ein Glas Passion-Fruit zubereitet. Dankend genießen wir unsere extra Portion Vitamine.

Gut gestärkt machen wir uns zu den Elefanten. Eine Stunde kostet 10 Dollar pro Nase. Wir steigen auf und das unglaublich große und beeindruckende Tier geht bequemster Schritte, schwankend seiner Wege. Der Reiter sitzt vorne auf dem Elefantenhals und dirigiert mit seinen Füßen und einem Stock.

Wir fühlen uns sehr unwohl und dämlich. Hätten wir es doch lieber nicht gemacht. Das lag nicht direkt an der Tour, sondern an unserer moralischen Ansicht, wie man mit Tieren umgehen sollte. Als wir mitansehen mussten wie ein anderer Elefant mit einer Peitsche geschlagen wurde, war der Spaß für uns vorbei.

Nach der Trecking Tour reden wir über die Elefanten mit Pok, er sagt, dass es noch freie Elefanten in den Bergen gibt und manchmal kommen sie wütend aus dem Dschungel in´s Dorf. So betrachtet wundert uns das eigentlich nicht. Elefanten haben ein sehr ausgeprägtes sozialverhalten. Durch Aufstampfen können sie über viele … Kilometer untereinander kommunizieren.

Romantik

Lak Lak ist so schön traditionell, so haben wir uns Vietnam vorgestellt. Die Ferkel und Gänse laufen frei in der Nachbarschaft herum und können vergnügt fressen, schnattern und sich im Schlamm baden. Hier leben die M’nong Minority in Stelzenhäusern.

Die M’nong lebten vor nicht all zu langer Zeit noch im Dschungel in den Bäumen. Die Regierung hat sie umsiedeln lassen, damit der Regenwald geschützt wird, erklärt uns Quan. Wir setzen uns zu einer netten Familie mit einer 70-jährigen Dame, die mit uns etwas vietnamesisch redet. Die M’nong haben eine eigene Sprache. Ihre Enkelkinder lernen in der Schule vietnamesisch schreiben und sprechen. Wir bringen Süßigkeiten mit und die Kinder knabbern etwas schüchtern daran herum. Wir reden noch viel mit der aufgeschlossenen Dame und genießen unser Sit-In mit den M’nong.

Ein paar Kilometer weiter halten wir an einem Markt und bekommen eine unglaublich leckere Frucht die nach Erbsen schmeckt. Sie sieht aus wie ein kleiner Kohlrabi und heißt Cu San. Wir kaufen Passionsfrüchte, Mango, Melone, Äpfel und natürlich auch Cu San für unser Picknick später.

easy-rider--tour-dorf-und-elefanten
easy-rider-reis

Reispapier

Wir fahren an wunderschönen Bergen und Feldern vorbei. Viele Kinder fahren mit ihren Fahrrädern zu Schule oder kommen von dieser. Wir stoppen vor einem alten Häuschen und sehen das hier Reispapier gebacken wird.

Die junge Frau hat einen routinierten Griff. Im Handumdrehen sind die hauchdünnen Reispapiere zubereitet und werden zum Trocknen ausgelegt.

Buon Me Thuot ist die Hauptstadt in den Bergen, sowie Hanoi die Hauptstadt im Norden und Saigon im Süden ist. Wir erreichen die gewaltige Stadt im Hochland. Man spürt die frische Luft auf der Haut. Dennoch ist es nicht kalt.

easy-rider-risepaper
easy-rider-nem

Regenbogen und Wasserfälle

Für unser Picknick am Wasserfall, fahren wir zu einer großen Bäckerei und kaufen kleine Kuchen. Wir passieren ein riesiges Tor. Unsere Easy Rider bezahlen für uns den Eintritt. Als wir anhalten bleibt Pok bei den Bikes und den Sachen. Einer muss ja aufpassen.

Wir machen uns weiter durch den Dschungel bis wir die drei gewaltigen Wasserfälle sehen! Wir waren absolut fasziniert. Damit haben wir nicht gerechnet.  Ein Regenbogen schmückte die Wassermassen.

Es war ein langer und schöner Stopp am Wasserfall. Gegen 16 Uhr lösen wir Pok ab und sind wieder auf dem Weg in die Hauptstadt. Wir halten an einer Brücke. Sie wurde im Krieg zerbombt, hielt uns aber aus.

Das gemeinsame Abendessen mit unseren Easy Riders war mal wieder sehr lustig. Blödsinn und Lachen. Es gab Nem Nuong. Rohe Frühlingsrollen zum selbst belegen. Pok und wir drehten uns fette Nem, im Gegensatz zu Quan und Wu, die allgemein sehr wenig essen und nur ein paar wenige dünne Frühlingsrollen aßen.

Die Nacht wurde zum Feiern genutzt. Trinken, Quatschen, Rauchen… Der Morgen nur leider nicht zum Schlafen. Um 7:30 mussten wir weiter, ein langer Tag stand uns bevor. 190 km auf dem Motorrad. Unsere Hintern hatten nichts zu lachen.

Unsere erste Station war ein Straßenstand mit frischen Maiskolben. Hinter den zahlreichen Hängematten, war das Maisfeld. Es ist schön zu sehen, wo das Essen her kommt. Die Einfachheit macht die Reise zu einem absoluten Vergnügen.

Kurze Zeit später reiten wir weiter, an Bauern und Kühen vorbei. Alles wirkt traditionell und friedlich. Wir halten an Kautschuk – und Kakaoplantagen. Pok erzählt uns das die Plantagen mit den Franzosen gekommen sind.

Passstraßen führen uns durch die Berge. Eine zauberhafte Landschaft. Niemals hätten wir diese Reise missen wollen.Die Easy-Rider sind echte Gentleman. Insgesamt hat sich wirklich jeder Cent gelohnt.

easy-rider-dalat-nang-tran

Unsere Easy-Rider aus Dalat


Mr. Quan

Tel: 0903.640 643

Mail: dalateasyrider@yahoo.com

Mr. Phuc

Tel: 0918 249 338

Mail: phucpt@yahoo.com

Wir würden es wieder tun. Die Jungs waren lustig und das Essen gut. Die Dinge, die wir sahen, haben uns einen tiefen Einblick in die vietnamesische Kultur geben. Wir kommen in Nang Tran an und buchen sofort den Schlafbus weiter nach Hoi An. 600 km liegen nun zwischen uns und Hoi An, unserem vorerst letzten Station in Vietnam.

Lust auf eine Easy Rider Tour? Hast Du Fragen?

#feedbackfetzt

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Artikel könnten Dich auch interessieren: