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Online Freelancer Plattformen – Chance oder Abzocke?

von | 15 Kommentare

Du möchtest Dir als Designer deine Selbstständigkeit aufbauen? Du suchst im Netz nach Antworten? Dann bist du sicher auch schon über einige dieser Online Freelancer Plattformen gestolpert.

Online Freelancer-Plattformen sind Beispielsweise:    https://www.upwork.com ; http://www.twago.de ; http://www.designenlassen.de ; http://99designs.de ; http://www.remote-freelancer.de ; https://www.fiverr.com ; https://www.freelancer.com ; http://www.free-lancer.eu ; https://bettertalk.to ; http://www.designcrowd.com ; https://www.crowdspring.com

Doch macht es wirklich Sinn sich dort anzumelden? Macht es Sinn, Zeit und Mühe zu investieren, um sich dort ein vernünftiges Profil aufzubauen? Bekommst Du dort Aufträge die fair bezahlt sind?

Um eine Antwort zu finden, haben wir einige Designer gefragt.

Hier gibt es die Antworten:

Vincent Schwenk ist ein interdisziplinärer Designer mit dem Schwerpunkt Animations und 3D Art. Er arbeitet und lebt in Hamburg.

Vincent Schwenk

http://vincentschwenk.de

Ich kannte bis dato keine der erwähnten Freelancer Plattformen, bin gerade mal durch ein paar der Seiten gegangen um mehr über deren Service zu erfahren. Dabei bin ich schnell zu einer klaren Meinung gekommen, sowohl als Designer auch als Kunde würde ich die Finger davon lassen.

Die Bezahlung ist miserabel, zum Teil muss man auf die Aufträge pitchen, d.h. es ist noch nicht einmal sicher dass man überhaupt bezahlt wird. Oder es gibt ein fertiges Logo für 150€ mit 2 Korrekturen, das ist meiner Meinung nach absurd.

Alle Arbeiten die ich dort gesehen habe sind auch dementsprechend langweilig und generisch. Mit einer der größten Aufgaben eines Designers, ist die Kommunikation und vor allem auch Beratung eines Kunden, die fällt dort vollkommen weg, weshalb ich auch wie gesagt dem Kunden davon abraten würde.

Florian ist 35 Jahre und hat ein Informatik-Diplom. Er hat seinen Job als Programmierer und seine Wohnung gekündigt, nun ist er digitaler Nomade.

Florian Blümm

http://www.flocutus.de

Aus meiner Erfahrung lohnt es sich nicht auf Projekt-Plattformen wie upwork.com oder freelancer.com Arbeit zu suchen.  Ich habe zu Beginn meines Digitalen Nomadentums etwa ein halbes Jahr auf Freelance.com, oDesk.com und Elance.com gearbeitet und bin trotz immer mehr guter Reviews über einen Stundenlohn von 10 USD pro Stunde nicht hinausgekommen.

Ich habe WordPress-Modifikationen in php/css und Übersetzungen Englisch-Deutsch angeboten. Bei den WordPress-Mods gibt es eine sehr große Konkurrenz aus Asien. Bei den Übersetzungen hatte ich gedacht, dass ich nicht mit Indern und Philippinos konkurrieren muss, aber Jobs mit mehr als 0,03 Cent pro Wort waren trotzdem unmöglich zu gewinnen, weil auf solchen Plattformen alles nach dem niedrigsten Preis zu gehen scheint.

Wenn Du Projekt-Börsen eine Chance geben willst, dann mach es mit System. Wenn mich jemand dazu zwingen würde nochmal auf so einer Plattform zu arbeiten, würde ich die Projektsuche so systematisch angehen wie Daniel DiPiazza.

Aber ehrlich gesagt, ich glaube Projekt-Plattformen sind Zeitverschwendung und der eine fair bezahlte Job unter 1.000 ändert das nicht.

Yvonne Rundio is a Communication Designer and Art Director based in Cologne and specializing in Communication, Identity and Spatial Design.

Yvonne Rundio

http://yvonnerundio.de

Plattformen für Freelancer betrachte ich mit sehr gemischten Gefühlen. Im Grunde finde ich die Idee, Freelancern die Möglichkeit zu bieten sich und ihre Arbeit zu präsentieren und sie mit Auftraggeber zusammenzubringen gut.

Ich habe mich auch schon auf ein paar dieser Plattformen wie Upwork und Fiverr umgesehen, jedoch auf keiner ein Profil erstellt. Das lag in erster Linie an den meist sehr niedrigen Stundensätzen, der vertretenen Designer.

Die Zahlen fangen bei fünf bis zehn Euro an. Dieser Stundensatz mag in manchen Ländern okay sein, aber sicher nicht für europäische Verhältnisse. Außerdem habe ich schon öfter von Leuten aus der digitalen Nomadenszene gehört, die tatsächlich Designleistungen für sehr geringe Stundensätze beziehen. Das finde ich für mich persönlich sehr abschreckend.

Abgesehen davon, dass ich mit meinem deutschen Stundensatz nicht konkurrenzfähig wäre, geht für mich vor allem die Wertschätzung unserer Arbeit als Designer*innen verloren. Letztendlich kann ich mir nicht vorstellen, dass es sich lohnt als Designer*in ein Profil anzulegen, um fair bezahlte Jobs zu erhalten.

Martin Mertens Schwerpunkte liegen im Bereich User Experience, Responsive Web Design & App Design. Er ist Freelance Screendesigner, Art Director & Blogger.

Martin Merten

http://wetraveltheworld.de

Über Freelancer-Plattformen kommen bei mir die wenigsten Anfragen rein. Ich bin aber auch nur auf kostenlosen Portalen angemeldet bei denen lediglich mein Portfolio zu sehen ist und nicht wo irgendwelche Ausschreibungen stattfinden. Am besten funktionieren bei mir persönliche Empfehlungen oder die direkte Akquise von mir selbst.

Von Plattformen wie fiverr halte ich überhaupt nichts. Diese tragen dazu bei, dass die Arbeit eines Designers, Texters oder Programmierers an Wert verliert. Lohndumping, 0815-Produkte und völliger Verlust der Wertschätzung auf Kundenseite sind die Folgen. Von fairer Bezahlung kann bei Logos ab 5,– Dollar keine Rede sein.

Für Startups und Einzelkämpfer als Kunden lohnt sich dieses Modell sicherlich kurzfristig. Auf lange Sicht sind sie aber mit Einheitsbrei-Designs und Programmierungen nicht konkurrenzfähig auf dem Markt.

Gutes Design braucht Zeit. Prozesse wie Ideenfindung, Konzeption, Ausarbeitung, Entwürfe, Korrekturrunden, etc. werden in Preismodellen wie bei designenlassen.de komplett außen vor gelassen. Dazu treten die Designer auch noch ihre Nutzungsrechte fürn Appel und n Ei ab.

Für mich als Freelancer sind diese Plattformen mit ihren Ausschreibungen nicht attraktiv und absolute Zeitverschwendung. Als Designer zahlt man eigentlich noch drauf, wenn man da mitmacht.

Jana Eger ist als freie Web- & Grafik Designerin tätig. Ihre Wurzeln liegen im Bereich Print mit dem Schwerpunkt auf Corporate Design und Illustration – sie lebt und gestaltet in Berlin.

Jana Eger

http://jana-eger.com

Das Grundprinzip von Freelancer-Plattformen, weltweit Designer/Programmierer mit Kunden zu verbinden und für beide Seite eine Absicherung über die Plattform zu schaffen, ist durchaus ein positiver Ansatz.

Bei den meisten Anbietern wird ein gegenseitiges Bewertungssystem angeboten, sowie eine Gewähr über die Vergütung der erbrachten Leistungen. Leider gilt auf vielen Freelancer Plattformen das Prinzip „Freelancer = work for free“. Logo Designs für 20,- EUR oder komplette Shop-Systeme für 300,- EUR, untergraben nicht nur den Markt, sondern geben ein vollkommen falsches Bild über den tatsächlichen Arbeitsaufwand wieder.

Selbständige, die noch nicht viel Erfahrung sammeln konnten und auf Reputation der Projekte für weitere Anfragen hoffen, fördern dadurch leider die Dumpingpreise. Wenn also neue Auftraggeber, die bisher mit keinem Designer/Programmierer zusammen gearbeitet haben, auf diese Plattformen kommen und vor dem Einstellen ihres Projektes, nach ähnlichen Einträgen suchen, werden sie i.d.R. ihren Auftragspreis nach den Vorgängern richten/anpassen. So entsteht eine klassische Endlose Spirale oder auch Teufelskreis genannt.

Die Plattform „Local Solo“ versucht sogenannte „Dumping Projekte“ zu unterbinden. Dies ist ein guter Ansatz. Jedoch realistisch gesehen, wird dieses Problem, nicht komplett verschwinden, solange sich noch genügend Freelancer finden lassen, die auf diese Anfragen eingehen.

Selbst habe ich mich auf ein paar Plattformen angemeldet. Jedoch aufgrund meiner momentanen Auftragslage, habe ich mich bisher auf keine Projekte beworben, da ich es als relativ zeitintensiv empfand die ganzen „Dumping-Aufträge“ herauszufiltern.

Einer meiner Netzwerkpartner hat, über das Portal Freelancer.com, ein Projekt mit fairer Bezahlung angenommen und den Kunden mittlerweile für eine langfristige Zusammenarbeit (ohne das Portal) für sich gewinnen können. Also wer gerade Leerlauf hat, kann sicher auch ein paar gute Anfragen auf diesen Portalen finden. Man benötigt nur etwas Geduld.

Danny Giebe is a UI designer / front-end developer based in Germany. He has a passion for creating web and mobile applications.

Danny Giebe

explorebuildlive.de

Von den genannten Seiten kenne ich nur upwork, twago, 99designs, bettertalk.to und freelancer.com. Persönlich denke ich ist es schwierig zu sagen, ob sie prinzipiell gut oder schlecht sind. Das hängt auch davon ab, auf welchem Level man sich selbst bewegt und wie viel Erfahrung man hat.

Grundsätzlich, denke ich, sind die Plattformen eine gute Möglichkeit um klein anzufangen, zum Üben und mit viel Glück sogar die ersten Aufträge zu erhalten. Die Preise sind sehr unterschiedlich, meist jedoch sehr niedrig angesetzt, da vor allem auf internationalen Plattformen auch viele Freelancer aus Ländern teilnehmen, die geringere Lebenshaltungskosten haben und entsprechend weniger verlangen können.

Man ist also ein wenig dem Preisdumping ausgesetzt. Persönlich bin ich auf ein paar Plattformen angemeldet, aber habe noch für keinen Auftrag gepitched. Ich denke da bin ich grundsätzlich zu gut ausgebucht. Ich nutzte aber häufiger freelancer.com in der Vergangenheit, um Jobs auszulagern an andere Designer. Vor allem jene, in denen ich selbst keine Expertise habe, wie z.b. Logodesign. Dafür finde ich die Plattformen ganz hilfreich, um auch viele Vorschläge zu erhalten und entsprechend eine große Auswahl zu bekommen.

Die Designer, für die ich mich dann entschieden habe, sind immer sehr schnell auf Verbesserungs- oder Änderungswünsche eingegangen, sodass man auch immer neue Updates erhielt bis zum finalen Logo. Ich denke es ist aber wichtig, dass das Briefing dazu auch gut verfasst wird, am besten mit Beispielen, die einem selbst gefallen und schon grob eine Richtung zeigen. Zum Outsourcen kann ich es also nur empfehlen.

Für jahrelange Freelancer mit bestehendem Kundenstamm ist es eher weniger lukrativ. Ich könnte mir es aber auch noch gut als Practice Place vorstellen, um die eigenen Skills zu verbessern, wenn man gerade etwas Zeit hat. Durch die Vorgaben muss man sich selbst keine machen und hat dadurch einen besseren Einstieg als Übung.

Insgesamt würde ich also sagen, für Einsteiger sicher ein guter Start, um ein Portfolio aufzubauen, für erfahrene Designer eher uninteressant und eine Möglichkeit zum Outsourcen.

Phil Nickel ist Digital Art Director und Front-End-Developer. Er lebt und arbeitet in Seedorf.

Phil Nickel

http://www.phil-nickel.com/

Ich finde Plattformen für Freelancer keinesfalls gut. Durch solche Plattformen kommt man selten an faire Jobs und eine dementsprechend vernünftige Bezahlung.

Am schlimmsten sind aber Portale bei denen man gegeneinander pitched. Bei solchen Portalen setzt man bewusst seine Arbeitskraft ein um an das entsprechende Honorar zu kommen. Das Problem ist, dass im schlimmsten Fall hunderte versuchen an das Geld zu kommen.

Für die Portale ist eine hohe Nutzerzahl natürlich rentabel. Die einzigen die darunter leiden sind die Freiberufler selber. Ein ständiger Preiskampf und das Gefühl das die eigene Dienstleistung nicht entsprechend anerkannt und honoriert wird.

Ich kann jedem Freiberufler empfehlen sich ein vernünftiges Portfolio z.B. bei Behance einzurichten und zu pflegen. Auf solche Portale bekommt man ein entsprechendes Feedback anderer Nutzer und Agenturen. Hier besteht sogar die Möglichkeit das Dich Leute gezielt aufgrund deiner guten Arbeit anschreiben und so mit Dir zusammenarbeiten wollen.

Online Freelancer Plattformen – Unser Fazit

 

All diese Antworten bestätigen, was wir schon erwartet hatten. Auftraggeber sowie auch Designer sollten diesen Online Freelancer Plattformen keine Chance geben. Die Chance dort gut durchdachtes Design zu bekommen ist sehr gering. Wer auf solchen Plattformen inseriert unterstützt das Preisdumping.

Die einzigen die dort gewinnen, sind die Betreiber der Plattformen, da sie sich einen Teil des Geldes einstecken.

Wir selber haben uns auch auf einigen Online Freelancer Plattformen umgesehen, doch kein Fair bezahltes Inserat entdecken können. Von der Plattform Twago wurden wir nach unsere Anmeldung sogar angerufen. Dort muss man als Designer erstmal eine Menge Geld investieren um sich überhaupt auf Inserate bewerben zu können. Der nette Herr von Twago meinte, wenn wir das Geld bezahlen würden, wäre ja auch unser Ehrgeiz viel größer und wir würden uns mehr um die Jobs bemühen. Eine absolute Frechheit!

Auftraggeber sollten sich besser auf Plattformen wie Behance umsehen und die Designer dort direkt kontaktieren.

Man könnte meinen für den Anfang sind gering bezahlte Aufträge gar nicht so schlecht und man kann sich langsam einen Kundenstamm aufbauen. Doch tummeln sich auf diesen Plattformen nur Auftraggeber, die grundsätzlich nicht bereit sind viel Geld für Design auszugeben. Besser ist es sich um die Kunden zu kümmern die deine Arbeit auch zu schätzen wissen.

Für alle die den Schritt in die Selbstständigkeit wagen, dass Buch von Thorsten Harms ist guter Ratgeber mit spitzen Bewertungen:

Des Weiteren empfehlen wir: Freelancing Business: Mehr Zeit und Geld als Freiberufler von Tim Chimoy

Online Freelancer Plattformen – Was hast Du für Erfahrungen gemacht? 

Her damit!  #feedbackfetzt

15 Kommentare

  1. Schöner Bericht und sehr interessant die unterschiedlichen Meinungen zu lesen.

    Ich denke wirklich pauschal lässt sich die Frage nicht beantworten, ob diese Portale jetzt gut oder schlecht sind. Ich denke die Perspektive aus der diese Plattformen betrachtet werden spielt dabei eine entscheidende Rolle und die ist hier leider ziemlich einseitig. Alle bis auf eine Meinungen stammen von in Deutschland wohnenden Freelancern. Eine deutscher digitaler Nomade ist dabei und selbst hier unterscheiden sich die Meinungen bereits. Die in Deutschland lebenden Freelancer sagen, dass so niedrige Preise für Designer etc. die in einem „billigem“ Land leben akzeptabel ist, aber eben nicht für einen in Deutschland lebenden. Der deutsche digitale Nomade, der sich ja genau in diesen Ländern aufhalten kann, wenn er mag, hätte aber gerne ebenfalls einen in Deutschland üblichen Stundenlohn, ohne deutsche Steuern zu zahlen (je nach persönlichen Firmenkonstrukt), ohne deutsche MwSt etc..
    Wenn man die Frage ob diese Plattformen gut oder schlecht sind also objektiv betrachten will, muss man sich die unterschiedlichen Parteien anschauen:

    Ein Freelancer in Deutschland, der einen Stundenlohn von 50€+ anstrebt, wird sich vermutlich schwer tun, auf solchen Plattformen einen entsprechend bezahlten Auftrag zu bekommen, da wie von einigen erwähnt die Konkurrenz oftmals aus Ländern mit deutlich geringeren Lebenshaltungskosten, Lohnniveau, Steuern etc. kommt.

    Ein Designer/Entwickler/Auftragnehmer aus einem Land in dem 2€ Stundenlohn normal sind, kann sich mit einem Stundenlohn von 10€ ein sehr gutes Leben ermöglichen und hat damit die Chance seine gesellschaftliche Stellung zu verbessern und bekommt über diese Plattformen Aufträge die er im eigenen Land nie bekommen würde.

    Auftraggeber große Firmen:
    Der Mehraufwand durch die meist schriftliche Kommunikation und Ausschreibungen, die Vergabe des Auftrags, die Kontrolle, die Nachbesserungswünsche und das im Zweifel über mehrere Zeitzonen, Kulturen und Sprachen kann sicherlich sehr anstrengend sein und eine Beratung von einem Asiaten könnte evtl. auch am deutschen Markt vorbei gehen. Daher lohnen sich hier sicher deutsche Auftragnehmer. Die meisten größeren Firmen arbeiten hier mit Agenturen zusammen, die wiederum teilweise an Freelancer auslagern.

    Auftragnehmer Einzelpersonen, Freelancer oder Startups:
    Hier spielt oft das Budget eine sehr große Rolle und diese wollen von der sog. Geo Arbitrage profitieren. Ein angehendes Startup, das sich im ersten Schritt ein Logo erstellen lassen will, hat selten die Möglichkeit für dieses 1000€ zu bezahlen. Daher freuen diese sich über mehrere günstige Angebote und profitieren davon.

    Zusammenfassend ist die Frage generell glaube ich sehr schwer zu beantworten. Das Phänomen der sinkenden Löhne ist in vielen Bereichen zu beobachten. MyHammer hat damals vielen Handwerksbetrieben zugesetzt. Uber macht es Taxifahrern schwer. AirBnB greift die Hotelbranche an.
    Gerade bei Dienstleistungen bin ich mir sicher, dass sich Qualität langfristig durchsetzen wird und wer gute Arbeit leistet muss sich hier keine Sorgen machen. Ich habe mich vor kurzem mit einer Autorin bei Textbrokr unterhalten und die ist meist ein Quartal im voraus u.a. über diese Plattform ausgebucht und hat den höchsten Wortpreis von allen dort. Ihre Qualität rechtfertigt anscheinend den Preis.

    Um zu dem Bericht zurück zukommen, der ja aus der Sicht eines Freelancers aus Deutschland geschrieben ist. Was wäre eine gute Lösung? Ein Portal ausschließlich für Deutsche Freelancer? Quasi ein Experteer für Freelancer?

    Aber man muss auch die andere Seite betrachten. Ein Startup in der ganz frühen Phase kann sich oftmals kein Logo für 1000€ leisten. Daher sind solche Plattformen für Startups als Auftraggeber durchaus interessant, auch wenn evtl. Beratung etc. geringer oder gar nicht stattfinden.

    Antworten
    • Hi Dany,

      danke für deinen Kommentar. Der ergänzt den Artikel sehr gut. Du hast völlig recht, dieser Artikel ist aus der Perspektive der Designer geschrieben. Uns war wichtig, die Erfahrung weiter zu geben. Denn oft haben Designer die aus dem Studium kommen, oder noch am Studieren sind, die Hoffnung, dass sie auf solchen Plattformen Geld verdienen können.

      Man könnte schnell davon überzeugt sein, dass es schwer möglich ist in Deutschland als Freelancer zu überleben. Doch es ist möglich und auch da hast Du recht, Qualität setzt sich durch.

      Wir arbeiten gerade an einem Artikel, in dem erfolgreiche Designer verraten wie sie sich selbst vermarkten.

      Das größte Problem sehen wir allerdings bei Plattformen wie designenlassen.de. Denn von Handwerker, Taxifahrern oder Vermietern, wird zumindest nicht verlangt, Leistung zu erbringen und danach wird entschieden ob Du bezahlt wirst oder nicht.

  2. Hallo ihr Zwei,

    super Zusammenfassung zum Thema, die auf jeden Fall widerspiegelt, was sich auf den Plattformen so abspielt. Um professionell zu arbeiten, einen guten Stundenlohn zu erwirtschaften und vor allem die passenden Kunden zu finden sind Freelancing Plattformen sicher nicht unbedingt der richtige Weg.

    Auf der anderen Seite hat Dany allerdings einige wichtige Punkte angesprochen, die sich darauf auswirken, wie gut oder schlecht eine Plattform für jeden Einzelnen ist. Gerade am Anfang bieten sie einen super Einstieg, um erste Erfahrungen zu sammeln und sich auszuprobieren. Sicher ist dabei die Branche unheimlich entscheidend.

    Ich habe auf diese Weise meine ersten Schritte als Übersetzerin gemacht und am Anfang natürlich viel zu wenig verdient. Inzwischen bin ich jedoch eine von den teuersten Anbieterinnen und dennoch bekomme ich regelmäßig Aufträge. Dafür jetzt jedoch von Kunden, die auf Qualität setzen und mit denen ich auch gerne zusammenarbeite. Viele dieser Geschäftsbeziehungen werden inzwischen auch außerhalb weitergeführt, was natürlich ebenfalls super ist.

    Obwohl ich auch gute Erfahrungen gesammelt habe, schließe ich mich jedoch größtenteils den Meinungen hier an. Denn Freelancing Plattformen machen dich immer von externen Faktoren abhängig und sind dauerhaft sicher nicht der Weg zum Glück.

    Antworten
  3. Ich habe mich vor ca. zwei Jahren bei twago .de angemeldet. Zuerst gratis. Die Firma geht dann sehr agressiv vor: ich erhielt alle paar Tage einen Anruf, zu einem kostenpflichigen Abo zu wechseln, was ich dann aber nicht tat.

    Nächster Versuch war freelancer .com. Eigentlich ziemlich gut aufgebaut, aber einfach zu bekannt. Hier bietet die ganze Welt mit; die Chance einen Auftrag zu erhalten ist praktisch null. Insbesondere tummeln sich hier viele Asiaten mit Dumpingpreisen und schlechter Qualität. Viele Arbeiten sind schlicht nicht brauchbar.

    Gute Erfahrungen hab ich bis jetzt einzig mit webdesign-freelancer .ch gemacht, mit Aufträgen (neuerdings nicht nur Webdesign, sondern auch Programmierung, Übersetzung, Logo-Design etc.) in Deutschland, der Schweiz und Österreich. Die Plattform ist zwar einfach gehalten aber durch die Tatsache, dass sie noch nicht so bekannt ist, bin ich zu einigen sehr lukrativen Aufträgen gekommen.

    Antworten
    • Hi Sybille,

      diesen aggressiven Anruf von Twago, haben wir auch bekommen. Hat uns damals ziemlich wütend gemacht.

      Danke für den Kommentar und Beste Grüße

      Jojo und Jezz

    • Diese Plattform heisst mittlerweile „Freelancer Projekte“ und ist nichts als Schwindel: Ich habe trotz kostenpflichtiger Mitgliedschaft und unzähligen abgegebenen Offerten keine einzigen Auftrag generiert und bin bei weitem nicht die Einzige, der es so ergangen ist.

      Daher ist es nicht verwunderlich, dass sich bei mir kürzlich die Polizei gemeldet hat, weil wegen Verdachts auf Betrug gegen den Betreiber der Webseite (der noch mehrere ähnliche Plattformen am laufen hat) ermitelt wird!

  4. Ich hatte bisher gute Erfahrungen mit my-werbung .de
    Durch dieses Portal habe ich schon 3 Aufträge bekommen und erledigt. Keine Probleme festgestellt.

    Antworten
    • Hi Renate, die Seite kannten wir bisher noch nicht. Werden wir uns mal genauer anschauen.

      Danke uns Beste Grüße

  5. Ich bin nun seit über einem Jahr als Twago Goldmember unterwegs und habe zu einem normalen Schweizer Stundenlohn offeriert.

    Neben den hohen Kosten für die Plattform entsteht auch noch der Aufwand für die Offerten…

    Bisher habe ich bei twago kein einziges Projekt zu einem vernünftigen Preis
    erhalten.
    Hier kann ich nur warnen und von dieser Börse unbedingt abraten.

    Antworten
    • Danke für die Warnung Chris. Sehen wir auch so.
      Beste Grüße

    • Ja. Twago ist schnell dabei die Freelancer als Goldmember anzuwerben. Dann bezahlt man ja nicht mehr pro Gebot, aber dafür eine ordentliche monatliche Gebühr.

      Ich finde auch hier sollte derjenige bezahlen, der den Auftrag vergibt.

      Ja, dann gibt es nicht mehr so viele Angebote auf diesen Plattformen, aber dafür setzen sich vielleicht die ernsthaften durch.

  6. Sehr interessanter Artikel. Meine Erfahrungen sind ähnlich. Erstmal sind die meisten Ausschreibungen der Kunden so mies, dass man zwischen Porsche und nem Roller so ziemlich alles erwarten kann.

    Gerne wird auch darauf hingewiesen, dass ja beim ersten Auftrag die Vergütung nicht so gut ist, aber das da noch Folgeaufträge kommen können. Pfff. Warum sollte ich bei einem Auftrag für 50% arbeiten nur um auf einen weiteren Auftrag zu hoffen?

    Viele Aufträge werden auch trotz der Ausschreibung gar nicht vergeben, zum Beispiel auf Twago. Was auf Twago auch noch blöd ist, dass man als Auftragnehmer Coins bieten muss um überhaupt ein Angebot abzugeben. Was soll das?

    Allerdings sind diese Plattformen für einige der Einstieg ins Freelancing. Man steht ja nicht morgens auf, ist Freelancer und die Kunden springen einen nur so an.

    Aber ordentlich verdienen wird man mit keiner dieser Plattformen. Zumindest nicht nach europäischen Standard.

    Antworten
  7. Mit twago schlechte Erfahrungen.
    1. Nach der Bewerbung kann man verfolgen wann der Auftragsgeber das Angebot angesehen hat (timestamp). Nun es kommt manchmal vor, daß das Angebot nie angesehen wird. Twago behält sein Geld (credits) trotzdem.

    2. Das IQ der meisten Auftraggeber kann kaum niedriger sein, IT Erfahrung gleich Null. Einige fangen mit „Da hätte ich eine Idee…“ an. Darauf soll man ein bezifertes Angebot abgeben. Halb-Analfabeten wollen Projektleiter werden und die Developers „managen“.

    Wenn überhapt, soll man sich dort nur auf Projekte der IT Unternehmens, die sich als solche klar bezeichnen, bewerben.

    Antworten
  8. Hallo Gemeinde,

    ich finde das man Portale wie freelancer.com einfach komplett ignorieren sollte, von 50 Geboten bekommt man wenn nur ein zu Schlag und das auch nur wenn man an das absolute min. geht.

    Auszahlungen sind bei freelancer.com mehr als eine Katastrophe, man kommt einfach nicht an sein Geld. Monate sind schon vergangen und die ausreden von wegen Identprüfung, Konto Prüfung, PayPal Prüfung häufen sich.

    Mein Fazit – nie wieder twago oder freelancer , da Arbeite ich lieber garnichts.

    VG Manuel

    Antworten

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