Musikvideos – Lohnt sich die Produktion für ein kleines Studio?

von | Feb 28, 2016

Kannst Du mit der Produktion von Musikvideos Geld verdienen? Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, haben wir deutschen Musik-Labels ein paar Fragen gestellt. Wir haben die Antworten für euch zusammen gefasst.

 

Haben Musikvideos eurer Meinung nach noch eine starke Bedeutung?

„Mehr denn je. Ohne gute Musikvideos können wir keinen Release machen. Blogs und Online Magazine machen immer weniger und man bekommt tatsächlich meist nur Aufmerksamkeit durch Track-Premieren oder Video-Premieren.“

Nach dem quasi Tod vom kommerziellen Musikfernsehen MTV gab es eine Phase, wo das (hochwertige) Musikvideo obsolet war. Das hat sich mit Youtube und Co geändert und das Video nimmt wieder einen höheren Stellenwert ein. Mit Youtube RED, wird es sicher einen noch höheren Stellenwert bekommen.

Wie kommt der Kontakt zum Musikvideo-Produzenten zu Stande?

 

„Man kennt sich, da Musiker, Djs, Booker, Produzenten, Filmer, etc. alle aus dem ähnlichen kreativen Umfeld kommen. In der heutigen Zeit ist es kein Problem, einfach Kontakt zu den Musikern aufzunehmen. Facebook, Soundcloud, ect. Einfach mal in die Tasten hauen und schauen was passiert.“

Auf die Frage ob das Budget für ein Musikvideo von den Einnahmen des Künstlers abhängt, haben einige mit einem ganz klaren „JA“ geantwortet, andere wiederum mit einem ganz klaren „NEIN“.

Was man aber sagen kann; glaubt das Label an den Musiker, dann wird auch mehr investiert. Das Budget des Videos hängt vom Budget des Projektes / Album ab. Was in Relation zu geplanten Umsatz steht.

Welches Budget steht im Durchschnitt für ein Musikvideo zur Verfügung?

Nun wird es Interessant. Durch die Antworten die wir erhalten haben, können wir eine grobe Einschätzung abgeben.

Im Schnitt stehen 500 – 3.000 € für ein Musikvideo zur Verfügung. Wenn dann mal auf die Kacke gehauen wird, können es auch mal 15.000 € werden. Doch das ist eher die Ausnahme.

Du kannst es selbst durchrechnen, wie viele Musikvidoes Du pro Monat produzieren musst um über die Runden zu kommen. Aus eigener Erfahrung können wir sagen, dass der Markt in London um einiges größer ist. Das heißt aber nicht das dort Milch und Honig fließt. Außerdem, musst Du dort erstmal einen Fuß in die Tür bekommen.

Das Budget ist also meist nicht so gigantisch, dazu hast Du super wenig Zeit und trotzdem muss es frisch, packend und anziehend sein. Es muss das Image der Band tragen bzw. oft erst definieren und es muss dem Regisseur/in als auch dem Künstler/in und dem Label zusagen.

Leidenschaft die Leiden schafft

Der Aufwand ist also nicht zu unterschätzen und ohne Leidenschaft läuft da nix. Das erste Video haben wir komplett umsonst produziert, das nächste hatte ein Budget von 1.000€. Das darauf hat uns 2.000€ eingebracht. Unser bisher größtes Budget lag bei ca. 10.000€.

Das klingt erstmal gar nicht so schlecht. Doch wer sich schon mal mit der Produktion von Filmen auseinander gesetzt hat, kennt den Aufwand der dahinter steckt.

Es gilt eine Idee oder Story zu entwickeln. Diese muss aber auch mit dem Budget und deinen Fähigkeiten umsetzbar sein.

Hast du komplett frei Hand, weil Dir der Musiker vertraut und sich auf dein Können verlässt. Dann ist das, dass Beste was Dir passieren kann. Doch leider ist das die Ausnahme.

Du musst also ein Treatment schreiben. Wenn das abgesegnet ist, musst Du nun ein Storyboard zeichnen. Deinem Kunden gefällt die Geschichte. – Nun gilt es einen Schnittplan und einen Drehplan zu erstellen.

Der organisatorische Aufwand hat aber noch lange kein Ende. Solltest du mit Menschen arbeiten, musst Du die Schauspieler und einen Make-Up-Artist organisieren. Dich um die Verträge kümmern. Die richtige Location muss gefunden werden. Drehgenehmigungen müssen eingeholt werden. Dazu kommt der ganze technische Schnickschnack – Kameras, Licht, Effekte.

Steht der Termin, musst du nun auf gutes Wetter hoffen. In diesem Moment kommt Dir in den Sinn – Wäre ein Animations-Film nicht einfacher gewesen?

Ist alles im Kasten und Du bist zufrieden mit den Aufnahmen, dann beginnt nun die richtig Arbeit. Gute Musikvideos brauchen Zeit. Du kämpfst Dich Wochen und Monate durch die Nächte. Schnitt, Grading, Animation usw.

Du hast es in der Hand

Das hört sich jetzt an, als würde das ganze keinen Spaß machen. Doch, wenn du ein gutes Team hast und Du gut organisiert bist, dann kann das Ganze durchaus lustig sein. Es ist ein Genre in dem Du gestalterisch sehr viele Freiheiten hast. Du hast die Möglichkeit alles selbst zu machen, was bei vielen andern Film-Produktionen nicht möglich ist.

Ob wir weiterhin Musikvideos produzieren, können wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen. Das hängt davon ab, welche Türen sich öffnen. Vielleicht hatten wir Glück, denn die Arbeit mit den Künstlern hat immer sehr viel Spaß gemacht. Zwar hatten wir viele schlaflose Nächte, dennoch können wir auf schönen Zeiten zurück blicken.

Definitiv, es gibt andere Branchen, die für Filmemacher viel lukrativer sind. Doch hast Du dort auch die künstlerischen Freiheiten, die Du Dir wünscht?

Danke an alle Musik-Labels die uns Rede und Antwort gestanden haben. Wir nennen hier bewusst keine Namen, da man uns darum gebeten hat. Wir konnten nur einige deutsche Musik-Labels befragen. Es handelt sich hierbei um unsere Einschätzung, bitte betrachtet diese kritisch.

Du hast andere Erfahrung gemacht? Hast Fragen?

Poste doch mal ein paar gute Musikvideos!

#feedbackfetzt

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