Green Nomads – Grünere Geschäftsmodelle und achtsamer Reisen

von | Apr 15, 2018

Digitaler Nomade sein. Losgelöst von der nine to five Arbeitswoche. Sein Denken verändern, sein Bewusstsein erweitern, raus aus der Komfortzone und mit weit aufgerissenen Augen über den Horizont schauen.

Vor ca. 5-6 Jahren haben wir die ersten Artikel gelesen und spätestens nach der „4 Stunden Woche“ hatte uns das Fieber gepackt. Jo, wir haben keinen Bock mehr auf das Hamsterrad. Ununterbrochen Reisen und neue Kulturen entdecken. Ein Träumchen.

Doch denkt der digitale Nomade auch an die Welt von Morgen?

 

Ich habe eine ganze Weile überlegt, wie ich das jetzt schreiben soll. Es ist ziemlich einfach mit dem Finger auf andere zu zeigen und Dinge aufzuzählen die Falsch laufen. Ja – und weil das so einfach ist, habe ich das auch gemacht.

Doch wir sind ja eher Freunde von Lösungen und mit diesem Rumgemaule kommen wir auch nicht weiter. Es gibt hier also auch ein paar lösungsorientierte Gedanken. Diese zeigen Möglichkeiten auf und tragen hoffentlich dazu bei, das sich etwas ändert.

Nochmal vorweg. Danke Ihr freiheitsliebenden, reisesüchtigen, um die Ecke denkenden Inspiratoren*innen. Ihr habt uns so viel positive Energie gegeben. Durch Eure Bücher und Artikel habt Ihr uns Motiviert und unser Leben verändert.

Das musste jetzt noch raus, bevor ich anfange. Denn wie kritisiert man nochmal gekonnt: Was Schönes sagen. Dann konstruktiv auf die Kacke hauen und dann wieder schön Honig um den Mund.

Fein. Los gehts!

Business-Modelle:  Wie grün ist Deine Geschäftsidee?

 

Na dann schauen wir mal:

 

Amazon FBA

 

Liebe Freude, was geht ab?  Wenn Du nach dem profitabelsten Produkt sucht: Ist es dann nicht meist aus Plastik? Ist die günstigste Verpackung nicht der Polybag?

Wer ist also verantwortlich für den ganzen Plastikmüll? Bestellt der Kunde online, weiß er meist nicht, wie Dein Produkt verpackt ist.

Dabei ist Nachhaltigkeit doch ein Mehrwert, also ein Verkaufsargumet. Eine Verpackung aus recyceltem Karton mit schickem Design macht viel mehr her als so ein Plastiklappen.

Bitte ändert das, es kostet nicht viel. Im Gegenteil, richtig dargestellt kannst Du sogar mehr Geld verlangen.

 

Stichwort: Material.

Wo kann bei Deinem Produkt Plastik durch einen nachhaltigen Rohstoff ersetzt werden? Da geht sicher einiges.

Vorsicht bei angeblichen Bioplastik. Es ist nicht alles Gold, was glänzt oder besser – es verrottet nicht alles so schnell, wie wir uns das wünschen. Also genau nachforschen.

Dein Vorteil: Die Zielgruppe die Du damit ansprichst, ist auch bereit mehr Geld dafür zu bezahlen. Wenn es richtig gut läuft, machen sie sogar automatisch Werbung für Dein Produkt. Denn Nachhaltigkeit ist Viral.

 

Deine To-Dos für Dein Karma:

 

>>> Verpackung überarbeiten

>>> Materialien überdenken

 

Affiliate-Marketing

 

Heißt es hier Provision um jeden Preis? Hier gibt es fantastische Möglichkeiten. Einfach in der Vergleichstabelle eine grüne Spalte einfügen. Welches ist das ökologischste Produkt? Wahrscheinlich ist das sogar teuer, also gut für Dich. Stell Dir vor wie viele Kaufentscheidungen beeinflusst werden.

 

Deine To-Dos für Dein Karma:

>>> Eine Spalte anlegen, in der die Nachhaltigkeit verglichen wird.

Blogger, INFLUENCER und bezahlte Beiträge

Ja jetzt wird’s schwierig. Keine Ahnung wie man das Geschäftsmodell grün bekommt. Da solltest Du einfach die Firma oder das Produkt unter die Lupe nehmen und Dich eventuell gegen die Kooperation entscheiden, wenn Du Deine Seele behalten möchtest.

Grundsätzlich kann man sagen, das wir um das Thema nicht drumherum kommen. Denn es wird nur eine Zukunft für uns geben, wenn wir Systeme und Prozesse nachhaltig Denken. Also warum nicht auf den nachwachsenden Zweig aufspringen?

Heute hier und Morgen dort

 

Hallo Lifestyle,  was können wir tun, das wir unsere Erde so richtig schön zugrunde richten?

„Nur rund fünf Prozent aller Menschen haben je ein Flugzeug bestiegen.“

Krass, ich muss ja voll reich sein. Ach, na schau an.

Berlin – Lissabon für 60 €   …und es wird immer billiger.

Mittlerweile ist es völlig normal mal übers Wochenende einen Städtetrip zu machen. Kostet ja nix.

Vielleicht helfen ja Aufschriften wie auf den Zigaretten-Packungen. Fett gedruckt außen am Flugzeug: „Fliegen tötet Eisbären.“ oder „Wenn sie fliegen werden Ihre Kinder keine Zukunft haben.“

Sorry Freunde, aber wir müssen langsam verstehen, dass es alles andere als cool ist, in den Flieger zu steigen. Wenn also die Kollegin am Montag ins Büro kommt und erzählt, dass sie mal wieder in London shoppen war. Dann sollten wir sie fragen, ob sie noch alle Latten am Zaun hat.

Wenn Mutti und Vati ne Kreuzfahrt machen wollen, sollten wir sie fragen: Warum sie uns denn überhaupt in die Welt gesetzt haben?

Ich will hier nicht sagen, dass wir nicht mehr Reisen sollen, im Gegenteil.  Reisen ist wichtig. Nicht umsonst ist eine der schönsten Lebensweisheiten des Dalai Lama:

„Begib Dich einmal im Jahr an einen Ort, an dem Du noch nie gewesen bist.“

Wir wären heute nicht die Menschen, die wir sind, wenn wir nicht mit neuen Kulturen in Kontakt gekommen wäre. Reisen schärft das Bewusstsein.

 

Doch was machen wir jetzt mit dieser Misere?

 

Ein paar Gedanken zum Fliegen:

Teuer machen bringt wohl nix.  Dann können sich das wieder nur die Reichen leisten. Wie wäre es mit: Jeder Mensch bekommt pro Jahr eine limitierte Anzahl an Flugmeilen. Wenn Du Deine nicht brauchst, dann kannst Du sie verkaufen. Das würde zur Umverteilung des Geldes beitragen. Allerdings Fliegen am Ende wieder nur die Reichen. Hmm..

Welche Möglichkeiten haben wir also um den Schaden zu begrenzen?

 

Achtsamer Reisen!

 

Wir müssen Verantwortung übernehmen. Weniger Fliegen und weniger Propaganda fürs Fliegen machen. Mehr über die Alternativen berichten.

Wir sollten länger Bleiben und verweilen. – Go deeper in the culture!

Den Zug und öffentliche Verkehrsmittel nutzen wo es nur geht.

Wir brauchen nicht noch eine Website, mit der wir den billigsten Flug finden können. Wir brauchen eine Plattform, die den emissionsärmsten und trotzdem bequemsten Reiseweg ermittelt.

Vorbilder gibt’s hier: Weit um die Welt

Muss ich denn wirklich heute in Asien und Morgen in Südamerika sein?

Wie wäre es, wenn Du Dir selbst ein Limit setzt. Sowas wie, pro Flugstunde mindestens einen Monat Aufenthalt. Du verdienst Dein Geld ortsunabhängig, dann sollte das machbar sein.

Wir sollten Buch führen über unser Reisen, um uns bewusst zu machen für wie viel CO2 wir verantwortlich sind. Dann ärgern wir unser Gewissen und unser Verhalten ändert sich automatisch.

Holla die Waldfeh: Du willst wissen, wie viele Flieger jetzt gerade in der Luft sind: Schau mal hier: flightradar24

CO2-Kompensation

 

Nicht zu Fliegen wäre natürlich die beste Wahl. Doch wenn man schon Fliegt, ist CO2 Ausgleichen immer noch besser als gar nichts zu tun.

Es gibt verschiedene Anbieter. Auf Utopia findest Du eine Liste, wo die Unterschiede klar gemacht werden. Beispielsweise auf Atmosfair, kannst Du die bei Deinem Flug entstandene Menge der CO2-Emissionen berechnen. Dafür kaufst Du Ausgleichszertifikate, wodurch an verschiedenen Orten Klimaschutzprojekte gefördert werden. Das CO2 wird also wieder gebunden.

So ein Flug nach Bangkok hin und zurück kostet dann schon mal 100 € extra. Das zu zahlen kostet Überwindung. Doch wenn wir eine Zukunft haben wollen, sollten wir nicht zögern.

Wäre doch eigentlich ganz gut, wenn alle Airlines diese kosten aufschlagen würden und den Preis dann sowieso jeder zahlen muss.

Zurück nach vorn

 

Der Beitrag soll ein Gedankenanstoß sein. Wir möchten nicht Urteilen. Jeder gestaltet seine eigene Realität. Wir sind auch schon viel zu oft in den Flieger gestiegen, doch wir versuchen Stück für Stück bessere Menschen zu werden. Ob es uns gelingt, wir werden sehen.

Vielleicht hast Du noch andere Ideen, die dazu beitragen Geschäftsmodelle und das Nomadendasein etwas grüner zu machen.

Wir freuen uns auf Deine Kommentare!

Liebst,

Jojo und Jezz

#feedbackfetzt

2 Kommentare

  1. Marion

    Klasse! Ich ärgere mich schon eine Weile über die achsotollen „digital nomads“, die sich lustig machen über die doofen die noch immer in Deutschland wohnen und ein Auto fahren ( weil sie müssen um zur Arbeit zu kommen?), aber selbst alle zwei Wochen aus einem anderen Land ihre Bilder posten um zu zeigen wie unabhängig sie sind.
    Nein, ich fahre kein Auto; Ja, ich bin früher viel gereist; ich war zum Beispiel eine der ersten Deutschen in Neuseeland und sogar 2 mal. Aber da habe ich es genauso gemacht wie ihr es vorschlagt.
    Ich bin lange geblieben, mind. 6 Monate, schon um das Land und die Leute kennenzulernen. Und nein, auch in der zeitweiligen Heimat wurde zu Fuss gegangen, getrampt oder Bus/ Zug gefahren.
    Es gab viele die das schon gemacht haben , bevor es ach-so-kultig wurde weil man sich im Internet darstellen konnte. Einfach weil es Spaß machte, weil man Land und Leute kennenlernen wollte, weil es spannend war. Eine tolle Zeit, die ich nicht missen möchte und was ich allen nur empfehlen kann. Andere Länder und deren Menschen und Gebräuche besser zu kennen schützt definitiv davor zu urteilen oder gar zu verurteilen. Wurde mal Völ und kerverständigung genannt. Danke das ihr das mal so deutlich gemacht habt.

    Antworten
  2. Zena El

    In der heutigen Welt mit all seinen Möglichkeiten und all seinen günstigen Konditionen überall hin zugehen, sich damit zu profilieren und sich letzlich auch noch besonders dabei zu fühlen, ist genau das wo sich unsere Gesellschaft (DE) seit Jahren hinbewegt hat und es noch immer tut (merke das besonders unter „bessergestellten“ StudentInnen). Auf Komfort und den Billigwahn zu verzichten wäre schier unmöglich für eine so verwöhnte Gesellschaft. Nicht, dass kein Umdenken möglich wäre, aber ich brauche mich nur einmal in meinem Freundes und BekanntInnen-Kreis umsehen und keiner ist wirklich bereit Abstriche zu machen. Obwohl es sehr gebildetet Menschen sind und sie eigentlich wissen, dass die Art wie wir leben, nicht gerade förderlich ist für unsere Welt. Ein weiteres Problem ist unsere Politik, die da scheinbar noch nicht genügend dazugelernt hat und durch einen Umweltminister wie Christian Schmidt um Jahre zurückgeworfen wird und sich jetzt den GrünenKurs auf die Nase geschrieben hat und so tut als wären die großen Parteien die ökologischen Vorbilder. Momentan tut sich vor allen Dingen viel durch die Medien, Ernährungstrends und Menschen, die Lust haben etwas zu verändern, um ökologisches Denken zu verbreiten, aber ob das letzlich nicht dann doch nur in einen Trend hängen bleibt, weiß ich nicht. Ich spreche jetzt eher von der Vermeidung von Fleisch, Plastik usw. .Falls doch ist es zumindest ein Anfang, aber auf das Reisen bezogen wird gerade oft von den „eigentlich“ bewussten Menschen, wenig verzichtet. Vom ökologischen Reisen gibt es hingegen zu Foddtrends usw., meiner Meinung nach viel zu wenig in der Öffentlichkeit!

    Antworten

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